Kapitel 46: Trainingsumfang, Arbeit und Leistung
Ein einfaches äußeres Volumenmaß kann aus Sätzen, Wiederholungen und verwendeter Last berechnet werden. Drei Sätze mit zehn Wiederholungen und 40 kg ergeben:
3 × 10 × 40 kg = 1.200 kg aufsummierte Last über die Wiederholungen
Dieser Wert wird im Studiobereich häufig als Volumenlast oder Tonnage bezeichnet. Er ist kein Maß für mechanische Arbeit in Joule. Dafür müssten unter anderem Wege und Kraftverläufe berücksichtigt werden. Er ist auch kein vollständiger Messwert für den Muskelaufbaureiz.
Vergleiche mit demselben Gerät, derselben Bewegung und vergleichbarer Ausführung sind leichter interpretierbar als Vergleiche zwischen sehr unterschiedlichen Übungen. 1.200 kg Volumenlast bei einer Übung sind nicht automatisch dieselbe Beanspruchung wie 1.200 kg bei einer anderen.
Bei einseitigen Übungen wird die Zählweise vereinbart. Zehn Wiederholungen pro Seite sind etwas anderes als zehn Wiederholungen insgesamt. Ein Datensatz wird nur sinnvoll vergleichbar, wenn die verwendete Zählweise erhalten bleibt.
Leistung, Arbeit und Energie
Die mechanische Leistung beschreibt Arbeit pro Zeit. Die Einheit Watt entspricht Joule pro Sekunde. Ein Ergometerwert kann eine äußere mechanische Leistung darstellen; der gesamte Energieumsatz des Körpers ist eine andere Größe.
Eine Rechenaufgabe gibt 100 W über 15 Minuten vor. Zuerst wird die Zeit in Sekunden umgerechnet: 15 × 60 = 900 s. Daraus folgen 100 J/s × 900 s = 90.000 J oder 90 kJ äußere mechanische Arbeit.
Würde dieser Energiebetrag mit 1 kcal = 4,184 kJ umgerechnet, ergäben sich rund 21,5 kcal. Daraus darf nicht geschlossen werden, dass der Körper insgesamt genau 21,5 kcal umgesetzt habe. Die Umwandlung von Stoffwechselenergie in äußere Arbeit ist nicht vollständig; zusätzliche Energie erscheint unter anderem als Wärme.
Die rechnerisch korrekte Umrechnung beantwortet also nur die richtige Ausgangsfrage. Ein sauberer Rechenweg mit einer falsch verstandenen Größe führt zu einer irreführenden Aussage.