Fitnesstrainer B+A Lizenz

Lernmaterial zur Vorbereitung auf die Fitnesstrainerprüfung

Wissenscheck

Fundierte Ausbildung. Wissenschaftlich. Praxisnah. Kostenlos.

Dieser Kurs bereitet umfassend auf die Prüfungen zur Fitnesstrainer-B- und A-Lizenz verschiedener staatlich zugelassener Fernschulen vor.

Die Lerninhalte orientieren sich an den Anforderungen etablierter Ausbildungsinstitute und gehen in einigen Fachbereichen bewusst darüber hinaus. Im Mittelpunkt stehen wissenschaftlich fundiertes Wissen, ein tiefgreifendes Verständnis des menschlichen Körpers und die praktische Anwendung im Training.

Während der Aufbauphase ist der gesamte Kurs kostenlos. Ab dem zweiten Modul ist lediglich eine Registrierung mit einer E-Mail-Adresse erforderlich. Dadurch entstehen weder Kosten noch finanzielle Verpflichtungen.

Der Kurs dient der eigenständigen Prüfungsvorbereitung und verleiht selbst keine Trainerlizenz.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 12: Relative Zahlen und individuelle Verläufe

Im erfundenen Beispiel steigen die Werte um 10 beziehungsweise 6 kg. Die zusätzliche Verbesserung beträgt absolut 4 kg. Relativ zu den 6 kg der Vergleichsgruppe sind die 10 kg rund 66,7 Prozent größer. Beide Beschreibungen können rechnerisch korrekt sein. Sie betonen jedoch unterschiedliche Aspekte.

Eine Überschrift „67 Prozent mehr Kraftzuwachs“ klingt spektakulärer als „4 kg zusätzliche Verbesserung in einem bestimmten Test“. Für die Entscheidung braucht der Trainer beide Angaben sowie den Zeitraum und die Ausgangssituation. Auch die Testübung ist wichtig: Ein zusätzlicher Erfolg in einer geübten Testbewegung lässt sich nicht eins zu eins auf jede andere Leistung übertragen.

Ähnlich verhält es sich mit Risiken. Sinkt in einem erfundenen Beispiel ein Ereignisanteil von 2 auf 1 Prozent, beträgt die relative Verringerung 50 Prozent. Die absolute Verringerung beträgt einen Prozentpunkt. Relative Veränderungen beziehen sich auf einen Ausgangswert; Prozentpunkte beschreiben die Differenz zwischen Prozentwerten.

Merksatz: Eine Prozentangabe braucht einen Nenner. Ohne den Bezugswert bleibt ihre praktische Bedeutung unklar.

Mittelwerte sind keine persönlichen Fahrpläne

Eine durchschnittliche Verbesserung von 4 kg bedeutet nicht, dass jeder Teilnehmer um 4 kg besser geworden ist. Einige können größere Veränderungen zeigen, andere kleinere. Ein Teil der Streuung kann aus tatsächlichen Unterschieden entstehen, ein anderer aus Messfehlern und Zufallsschwankungen.

Eine einzelne Vorher-Nachher-Messung reicht deshalb nicht aus, um einen Menschen sicher als besonders guten oder schlechten „Responder“ einzustufen. Vielleicht war der erste Test ungewohnt. Vielleicht war beim zweiten Test die Tagesform ungünstig. Ein scheinbarer Unterschied zwischen Personen kann teilweise ein Unterschied zwischen Messsituationen sein.

Im Studio wird daraus eine praktische Aufgabe: Bedingungen vereinheitlichen, mehrere Informationen berücksichtigen und voreilige Etiketten vermeiden. Die Beobachtung „bei diesem Verfahren bisher kein deutlicher Fortschritt erkennbar“ ist sachlicher als „du reagierst auf Krafttraining nicht“.

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