Kapitel 26: Wiederholung
Sicheres Training verbindet die Voraussetzungen der Person, die geplante Aufgabe und die Umgebung. Das Eingangsscreening erfasst Bewegungserfahrung, aktuelle Beschwerden, relevante Erkrankungen und Vorgaben. Daraus ergeben sich vier Handlungswege: ein geplanter oder angepasster Einstieg, eine Abklärung vor der betreffenden Belastung oder sofortige Hilfe. Neue Warnzeichen werden ernst genommen; ein unauffälliger Messwert ersetzt weder Beobachtung noch erforderliche Abklärung. Der Trainer stellt keine medizinische Diagnose und verändert keine Verordnung. Passende Geräteeinstellungen, freie Wege und die Sperrung zweifelhafter Geräte gehören ebenso zur Sicherheit wie die fortlaufende Nachfrage nach Veränderungen des Befindens.
Ein wirksamer Notfallplan legt fest, wer 112 alarmiert, die Versorgung übernimmt, den AED holt und den Rettungsdienst einweist. Bei einer nicht reagierenden erwachsenen Person werden nach Prüfung der Sicherheit unverzüglich Hilfe und Notruf organisiert sowie Atemwege geöffnet und die Atmung rasch beurteilt. Schnappatmung ist keine normale Atmung. Fehlt normale Atmung, beginnt sofort die Wiederbelebung: 100–120 Herzdruckmassagen pro Minute, 5–6 cm tief, mit vollständiger Entlastung und möglichst kurzen Unterbrechungen. Wer Beatmung gelernt hat und durchführen kann, wechselt 30 Kompressionen mit 2 Beatmungen ab; andernfalls werden kontinuierliche Kompressionen durchgeführt. Der AED wird schnellstmöglich eingesetzt; während Analyse und Schockabgabe berührt niemand die Person. Geräte- und Leitstellenanweisungen werden befolgt. Bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung sind eine geeignete Seitenlage und fortlaufende Atemkontrollen erforderlich.
Weitere Notfälle erfordern situationsgerechte Erste Hilfe: Bei vermuteter Unterzuckerung werden rasch verfügbare Kohlenhydrate nur gegeben, wenn die Person wach, ausreichend orientiert und sicher schluckfähig ist. Bei einem Krampfanfall wird vor Verletzungen geschützt, ohne die Person festzuhalten oder etwas in den Mund zu stecken; nach dem Anfall werden Reaktion und Atmung geprüft. Starke Blutungen werden unter Beachtung des Eigenschutzes durch direkten Druck versorgt. Notruf und weitere Maßnahmen richten sich nach dem Zustand. Anschließend werden Beobachtungen, Zeiten, Maßnahmen und Übergabe sachlich dokumentiert. Das Team überprüft Abläufe, Zuständigkeiten und mögliche Verzögerungen. Auch Beinahe-Ereignisse liefern Hinweise für Verbesserungen; ungesicherte Diagnosen und vorschnelle Schuldzuweisungen helfen dabei nicht.