Die Beckenbodenmuskeln schließen den Beckenraum nach unten ab. Sie tragen die Beckenorgane mit und beteiligen sich an Kontinenz, Atmung und der Kontrolle des Bauchinnendrucks.

Lage und Verlauf

Zur tiefen muskulären Schicht gehören vor allem der Levator ani mit mehreren Anteilen und der Musculus coccygeus. Zusammen mit Faszien und weiteren Geweben überspannen sie den unteren Beckenraum. Öffnungen ermöglichen den Durchtritt von Harnröhre und Enddarm sowie bei Frauen der Scheide.

Funktion

Der Beckenboden muss je nach Aufgabe Spannung entwickeln und nachgeben können. Er arbeitet mit Bauchwand und Zwerchfell zusammen, wenn sich Druck und Form des Bauchraums verändern. Seine Funktion ist daher nicht mit dauerhafter maximaler Anspannung gleichzusetzen.

Bezug zum Training

Beim Heben, Springen und bei Rumpfübungen ändern sich die Anforderungen an dieses Zusammenspiel. Für das anatomische Verständnis gehören Atmung, Belastung und das Wechselspiel von Anspannung und Entspannung zusammen. Die einzelnen kleinen Anteile werden hier als funktionelle Gruppe behandelt.

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